c. 1098 CIC/83
by voisard
Was man als Student so schreibt…
Trotz einer umfangreichen wissenschaftlichen Vorarbeit kam so ein Kanon zustande, der viele Fragen – nur teilweise bewusst – offen lässt. Georg Bier weist in seiner Lizentiatsarbeit darauf hin, dass beispielsweise Flattens berühmtester Musterfall nach dem c. 1098 CIC/83 keine Nichtigkeit nach sich zöge. Eine Problematik, die auch zustande kommt, weil es sich bei dem betreffenden Kanon – und besonders seinen wesentlichen, einschränkenden Elementen – ausweislich der Protokolle der Reformkommission, um einen Kompromisstext handelt. Über den bei der Interpretation und Anwendung des Kanons auftauchenden Bestand an Problemen ist sich eine große Mehrzahl der Literatur weitestgehend einig, wenn es auch in den einzelnen Sachfragen unterschiedliche Schlussfolgerungen mit unterschiedlicher Überzeugungskraft gibt. In der bereits erwähnten Lizentiatsarbeit spitzt sich die Problemlage in einer Neuformulierung des Kanons zu.
…und wie man es hinbekommt, über des Thema der Lizentiatsarbeit des Dozenten zu schreiben, dem man in allem rundheraus zustimmen kann, ohne sich dem Verdacht der dreistesten Schleimerei auszusetzen.