Eine kurze Geschichte

by voisard

Irgendwann im Jahr 2003 saßen zwei junge Leute zusammen und fabrizierten am laufenden Band tolle Grafiken und Filme für Belange der Jugendverbandsarbeit. Das Besondere dabei ist, dass sie viele Nächte ohne Schlaf zubrachten und sich dabei fast nur von Leberkäswecken und dem Grapefruitradler einer lokalen Brauerei aus K. ernährt haben. Als sie dann eine Hauseinweihung multimedial aufgearbeitet hatten und kurz vor Toresschluss fertig waren (auch die letzten Steine im Hof wurden den Besuchern noch unmittelbar vor den Füßen ausgebreitet), hatten sie keinen Namen für ihr Produkt, auf das sie verständlicherweise stolz waren. Also nahmen sie kurzer Hand den Namen ihres Ortshirten und nannten sich fortan ‘Robert-Zollitsch-Media-AG’.

Der Name kam gut an und selbst die leitenden Beamten dieses Hirten nahmen es mit viel Humor. Daraus ist sowas wie eine Marke geworden, die bald auch die ersten Trittbrettfahrer kennenlernte. Das Ganze ging also viele Monate und Präsentationen gut und sorgte für regelmäßig gute Stimmung. Dann kam der schreckliche Herbst des Jahres 2004, als einer der beiden Eingangs erwähnten jungen Herren auf Geschäftsreise in der ungarischen Hauptstadt weilte. Da stolperte der ÖA-Referent eines katholischen Dachverbandes auf der Suche nach Informationen über Irgendetwas auf das frischdesignte Logo jener ‘AG’ und ließ den Budapesturlauber fernmündlich davon unterrichten, dass ‘einer unserer Weihbischöfe beim Surfen’ ebenfalls auf dieses Logo stoßen und sich gestört fühlen könnte. Pah! Weihbischöfe surfen nicht, sie lassen surfen!

Langer Rede kurzer Sinn: Da war nun also eine Quasi-Marke etabliert, deren Verbot unmittelbar ins Haus stand?? Eine Lösung musste her. Zum Glück gab es damals in K. einen findigen Jugendpfarrer, der im rechten Moment die zündende Idee hatte. Derart in Bedrängnis geraten half nur die Flucht nach vorne und so kam es nach einem kurzen, aber heftigen Briefwechsel, dass ‘der Herr Erzbischof dem Vorhaben zugestimmt hat’ und die gerade beginnende Großaktion mit dieser Marken an allen Enden kokettieren konnte und auch in Zukunft vor übelmeinenden Zeitgenossen sicher war. Berauscht von diesem Kontersieg sind wir unter diesem Namen noch jahrelang öffentlich aufgetreten, es kam ein Blog und ein erweitertes Portfolio hinzu, was insbesondere Web und Print für den ‘kirchlichen Markt’ umfasst hat. Kompetente Menschen kamen hinzu, wir nannten uns Agentur, aber vieles war eine Nummer zu groß für damalige Verhältnisse.

Die Crew

Hinweis: Die “Bilder” wurden via http://www.planearium2.de/flash/spstudio.html erstellt.

Trotzdem habe ich dabei Erstaunliches lernen können, meine ersten Jobs an Land gezogen und mit einigen aus der ‘Agentur’ arbeite ich heute noch zusammen, in jeder Hinsicht professioneller, aber mit genausoviel Spaß wie damals. Deswegen habe ich mich entschieden, diese kleine Geschichte hier zu erzählen. Danke, Jungs…es war / ist großartig mit euch!

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