Oasys - Grundlagen (2)

by voisard

Ich weiß noch immer nicht so recht, wo ich anfangen soll. Wo steigt man am Besten in einen Kreislauf ein? Vielleicht mit bekannten Prinzipien? Auf der Metaebene? Bei der Funktion der einzelnen Komponenten, um dann den Kreis eher ‘beim Gehen’ sichtbar werden zu lassen? Ich will es mal mit den Prinzipien und Werkzeugen versuchen und hoffe, dass sie nicht lange unklar bleiben…

Metakontexte AR BD ST VX PR LB Ich ordne Aktivitäten und vor allem Projekten einen Metakontext zu. Das geht deshalb, weil es eine überschaubare Anzahl von verschiedenen Bereichen ist, in denen ich aktiv bin. Ich weiß (noch) nicht, ob das System in diesem Sinne wirklich ’skalierbar’ ist, aber wir werden ja sehen. Metakontexte sind Lebenskontexte, die weitere Zuordnungsentscheidungen erleichtern. Eine Faustregelregel für meine Zuordnungseinheiten ist eine maximale Anzahl von neun. Derzeit verwende ich folgende Metakontexte: AR (Arbeit, die nicht selbständig erfolgt, meine Stellen an der PH, an der Universität und weitere, also der verlässliche Broterwerb), BD (BDKJ, meine ‘Funktionärstätigkeiten’, echte Jugendliche sehe ich nur noch selten, in der kirchlichen Jugendarbeit), ST (Meine Ausbildung, Weiterbildung, Transaktionsanalyse und Studien), VX (Selbständige Arbeit, freiberufliche und Honorartätigkeiten), PR (Alle Angelegenheiten meines privaten Lebens, sofern es stattfindet) und zuletzt LB (Alles was die Lebens[er]haltung betrifft, Rechnungen, Leihliste, Einkauf, aber auch alle Organisationsaufgaben und die Weiterentwicklung des Systems).

Labels Die Labels sind das Metakonzept der Handlung. Sie bringen auf ein Zeichen, eine Stelle, was ‘zu tun ist’. Derzeit verwende ich dabei folgende, die aus der Verwendung mit Thunderbird abstammen: (0) Systeneintrittspunkt, Eingang, undefinierter ‘Stuff’ - (1) Vorgang, Tu du!, meine Verantwortung, damit das (5) wird, muss ich selbst etwas tun, was niemand sonst erledigen kann - (2) Kommunikation, diese Handlung erfordert irgendeine Kontaktaufnahme, damit sie als (5) gelten kann - (3) Pendenz [knuffiges Wort aus dem eidgenössischen Sprachgebrauch] hier ist der Ball in der anderen Hälfte des Spielfeldes - (4) Wie (1), aber ohne jede zeitliche Konnotation, auch Dinge, die nochmal überlegt sein wollen - (5) Systemaustrittspunkt, alles was hier hin gelangt, interessiert mich nicht mehr und kommt auf den Dachboden - (6) Dinge, die kurz vor (5) sind, aber noch zu extrahierende Informationen enthalten oder zu den ‘Referenzen’ zu legen sind. Die Schreibweise dafür auf Papier ist eine Zahl im Kreis, elektronisch in einer Klammer. Sie sind somit ein schnelles Ordnungskriterium.

Prinzipien Ich möchte meine Kerninformationen bei mir tragen können, ohne auf Strom oder Internet angewiesen zu sein. Ich möchte alles aus dem Kopf haben und Informationen dort hinterlegen, wo sie bei Bedarf von selbst wieder auftauchen. Ich möchte dabei möglichst auf wenige Vorlagen kommen (es gab auch schon Zeiten, wo das anders war), momentan habe ich streng genommen nur das ‘normale’ Seitentemplate, für alles, was so anfällt, im Kontext LB aber die Vorlagen WeeKLY, LiVeSaVeR, RaM und UT (Universaltemplate) und ich habe einen selbst erstellten Kalender, der auf mein System abgestimmt ist. Ich möchte ohne unnötiges Übertragen meine Projekte als Projekte zusammenhalten und trotzdem nicht auf Kontexte (i.S.v. Werkzeugen, Personen und Orten) verzichten. Deshalb versuche ich Schreibweisen zu entwickeln / zu verwenden, mit denen ich komplexe Aussagen rasch eintragen und sie ebenso rasch lesen kann. Quasi ein Eyecatcher, ein Randzeichen, mit dem ich mit einem Blick auf eine Seite sehen kann, was hier (1) und vielleicht ‘PC-Online’ [2#3] ist. Dabei muss ich mich auf einen ‘normalen’ Zeichensatz beschränken (wegen der Verwendbarkeit im Handy, im PDA oder was sonst noch so kommen könnte. ‘Malen’ liegt mir zwar mehr, aber es soll halt alles konvertierbar sein. Dabei achte ich auf möglichst passende, optische, Filterkriterien. Prioritäten kenne ich nicht. Ich verwende teilweise ‘Spatiale’, also Codierungen wie 3#3, was dem dritten Feld im dritten (Handlungs-) Spatial entspricht und bedeutet, dass hier ein Druckauftrag oder ähnliches, der nächste Schritt ist. Spatiale haben vor allem mit Orten zu tun, sie sind ein Dauerexperiment, was meist hilfreich ist, aber eigentlich auch nicht immer nötig.

Ich blogge hier ein System, welches sich fortwährend weiterentwickelt. Es ist nur für mich. Ich bitte, das bei der Kritik zu berücksichtigen. Die hier erläuterten Werkzeuge (Metakontext, Label, Spatial) und Prinzipien schlagen sich vor allem im Gehirn (3) und im Thunderbird (5) nieder. Deshalb werde ich im Teil 3 erstmal mit dem Gehirn und den Templates anfangen.

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